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| Thermische Gebäudesimulation |
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Die Anlagen wurden bisher meist für zwei typische Außenluftzustände (Sommer- und Winterfall) statisch ausgelegt und dimensioniert. Dabei waren durch den Objektplaner (Architekten) die bauphysikalischen Eigenschaften des Gebäudes (Fassade, Glasflächen, Sonnenschutz, Speichermassen), also der energetische Einfluß des Gebäudes auf die Heiz- und Kühllast und die Anlagengestaltung, bereits festgelegt. Diese Planungsweise läßt wenig Variationsspielraum und führt in der Regel zu unwirtschaftlichen Anlagen. Wird bei der Planung die Gebäudesimulation angewendet, können die gesamten Abhängigkeiten zwischen Gebäude, Umwelt, Lasten im Gebäude und die gebäudetechnischen Anlagen und deren Einfluß aufeinander gesamtheitlich dynamisch betrachtet und durch Varianten-untersuchungen optimale Lösungen für die energetischen Lasten (Heizung, Kühlung) für die haustechnischen Anlagen (minimaler Luftvolumenstrom) und das Gebäudes erarbeitet werden (bauphysikalische Angaben). Folgende Einflüsse können beispielsweise in die Planung einbezogen werden: vom Gebäude (in Zusammenarbeit mit Architekten Ausbildung der Fassade (Anteil und Art Art der Verglasung (Licht-, Wärmedurchgang) Sonnenschutz (außen, innen, deren Art und Speichermassen (Wände, Decken, Böden) aus der Umwelt, wie Außentemperatur und -feuchte Sonneneinstrahlung (direkt, diffus, Verschattung) Windgeschwindigkeit und -richtung Einordnung des Gebäudes in der Umgebung bzw. aus den Lasten des Gebäudes einschließlich Wärme- und Feuchteabgabe durch Personen Wärmeabgabe durch Geräte, Technologien, Wärmeabgabe durch Beleuchtung Lasten der haustechnischen Anlagen und |
Am Beispiel des Casinos der Hypo-Vereinsbank AG München wird nachstehend gezeigt, wie groß die Senkung, z.B. der erforderlichen Kühlleistung und des Luftvolumenstromes, sein kann, wenn die Planung mit der Gebäudesimulation, d.h. Bewertung der wichtigsten Einflüsse von Gebäude, Umwelt und Gebäudelasten erfolgt.![]() Temperatur, Kühllast und Luftmenge nach konventioneller Planung ohne Gebäudesimulation ![]() Temperatur, Kühllast und Luftmenge nach Planung mit Gebäudesimulation In diesem Fall wurden folgende Veränderungen am Gebäude vorgenommen: Glasparameter für Fassade und Dach zusätzlicher Sonnenschutz inkl. Fahrregime Erhöhung der Speichermasse des Fußbodens Dadurch wurde die Spitze der solaren Strahlungslast verringert und in den Nachmittag verschoben, an dem die übrigen Lasten kleiner sind. Dadurch ergab sich eine Verringerung der Kühllast von 116 auf 56 kW und des Luftvolumenstromes von 38.000 m3/h auf 15.000 m3/h. |
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